- Die Rezensionen auf dieser Website befassen sich mit anspruchsvoller Belletristik in Prosaform, also mit Romanen, Novellen, Erzählungen, Memoirs oder Bänden mit Kurzgeschichten. Ausgeschlossen sind genre-typische Bücher wie zum Beispiel Krimis, Autobiografien, Fantasy- oder Horror-Romane. Ergänzend ist unter dem Menüpunkt Auswahl/Fachliteratur eine Liste mit Buchbesprechungen von derzeit 24 Sachbüchern zu finden, die sich speziell mit dem Thema Literatur beschäftigen.
Rezensionen zu schreiben ist immer etwas ganz Subjektives. Um das an einem Beispiel zu demonstrieren, habe ich spaßeshalber mal zwei sich widersprechende Rezensionen über den gleichen Roman geschrieben, hier nachzulesen mit nur einem Klick. Wie in meinem Essay näher ausgeführt, sollte man von einer Lektüre erwarten können, dass sie einen «bereichert und erfreut». Doch was den Einen bereichert oder erfreut, muss beim Anderen nicht die selbe Wirkung haben. Oberstes Ziel bleibt jedoch, dass es im Vergleich der rezensierten Bücher untereinander gerecht zugeht.
«Ein Buch gerne lesen und die Bedeutung eines Buches zu erkennen, das sind zwei verschiedene Sachen», hat Marcel Reich-Raniki einst erklärt. Auch auf ortaia-forum.de geht es einzig darum, den literarischen Wert eines Buches zu beurteilen, egal ob man es gerne gelesen hat oder nicht. Eingeleitet werden hier die Rezensionen jeweils mit Informationen über Autor, Werk und Rezeption. Der Plot des besprochenen Buches wird prinzipiell nur skizziert, und zwar spoilerfrei, soweit möglich! Als Kriterien für die literarische Beurteilung wird Erzählstil, Sujet, Epoche, Milieu, Chronologie, Charaktere, Impetus und Poetizität herangezogen, die im Zusammenspiel letztendlich den künstlerischen Wert eines literarischen Werkes ausmachen.
Anders jedoch als im Feuilleton erfolgt auf ortaia-forum.de zusätzlich ein klares Fazit in Form einer differenzierten, fünfstufigen Bewertung nach Sternen, die sich als konkrete Lese-Empfehlung um größtmögliche Objektivität bemüht.
Hin und wieder wird in Leser-Kommentaren gefragt: «Warum nur drei Sterne?» Nicht jedes Buch, das lesenswert ist, also eindeutig positiv bewertet, ist wirklich auch erfreulich oder gar erstklassig. Ein Drei-Sterne-Hotel ist solide Mittelklasse, aber eben keine edle Fünf-Sterne-Luxusherberge, und literarisch lässt sich beispielsweise «Tortilla Flat» von John Steinbeck wirklich nicht auf eine Stufe stellen mit «Doktor Faustus» von Thomas Mann, auch wenn beide Autoren verdientermaßen Nobelpreisträger sind.
Alle meine Rezensionen sind im Internet auf Literaturzeitschrift.de und viele, falls dort gelistet, auch auf Literaturkritik.de (Uni Marburg) veröffentlicht. Zusätzlich sind alle bei Amazon.de und Buecher.de zu finden, einfach auf die grün markierten Links klicken. Als hilfreichste Rezension hat sich die 2-Sterne-Besprechung des Romans «Herkunft» von Saša Stanišić erwiesen, sie hat bisher die Zustimmung von 204* Amazon-Lesern gefunden. Als beste Rezension, folgt man einem Leserbrief auf Literaturzeitschrift.de, ist wohl die Besprechung von Claude Simons Roman «Die Akazie» anzusehen. * Stand 09.05.2024
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